Logistikimmobilien
Anhand von Basiskennzahlen, Größenordnungen und Marktverteilungen wird hier ein Überblick über die Logistikstruktur und -funktion sowie die aktuelle Entwicklung des Logistik- und Logistikimmobilienmarktes in Deutschland gegeben.
Preisbereinigt lag das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2025 mit rund 4.470 Mrd. Euro um 0,2% höher als im Vorjahr. Mit seiner zentralen Lage, der produktionsaffinen Wirtschaftsstruktur und seinem dichten und gut ausgebauten Verkehrsnetz ist Deutschland der wichtigste Wirtschafts- und auch Logistikstandort in Europa. Im Jahr 2024 wurden mit rund 335 Mrd. € rund 7,7% des Bruttoinlandsprodukts durch die Abwicklung logistischer Aufgaben erwirtschaftet.
Diese hohe Bedeutung der Lagerinfrastruktur zeigt sich auch bei der Analyse des Arbeitsmarktes: Mit über 2,8 Mio. Menschen übernahm 2025 nahezu jeder zwölfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland logistische Aufgaben im Bereich des Transports, der Lagerung und/oder des Umschlags von Gütern bzw. der dazugehörigen Koordination. Mehr als die Hälfte davon ist direkt im Lager- oder Umschlagsbereich und damit in Logistikimmobilien tätig.
Dementsprechend nimmt auch der deutsche Logistikimmobilienmarkt im europäischen Vergleich eine herausragende Stellung ein. Mit zuletzt rund 5,6 Mio. m² entfallen rund 20% des gesamten europäischen Logistikflächenumsatzes auf Deutschland. Treiber waren dabei neben neuen Akteuren aus dem E‑Commerce, insbesondere die aus Gründen der Lieferkettensicherheit und -resilienz heraus getriebenen Re-/Nearshoring-Aktivitäten sowie höhere Sicherheitsbestände der deutschen Industrie.
Nach den Boomjahren 2021 und 2022 zeigte sich aufgrund der gestiegenen Zinsen, geopolitischer Spannungen und der stagnierenden Konjunktur eine Normalisierung der Logistikflächennachfrage hin zu ihrem langjährigen Mittel.
Das Transaktionsvolumen in der Assetklasse Logistik verzeichnete 2025 mit rund 6,6 Mrd. Euro einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (7,5 Mrd. Euro). Der Grund hierfür lag insbesondere in den gestiegenen Entwicklungskosten und der damit schwierigeren Preisfindung von Angebot und institutioneller Nachfrage in den großen Logistikregionen.
Die Spitzenrenditen an den wichtigsten Logistikstandorten in Deutschland lagen Ende 2025 bei rund 4,3%.